Retouche, 2013, 80 x 120 cm, Pigment-Print / mit Jakob Schieche
Retouche, 2013, 80 x 120 cm, Pigment-Print / mit Jakob Schieche

Auf einem Berg eines südfranzösischen Dorfes ragten die hinterlassenen, alten Strommasten aus der Landschaft empor, die samt der Leitungen nie entfernt wurden. Dieser wurde zum Teil mit Chrom-Spray bedeckt. Dadurch entstand ein skulpturaler Moment, der durch das partielle Rückführen in die ursprüngliche visuelle Form des Strommasten hervorgehoben wird. Rost wird wieder zu Stahl. Das Künstliche und Funktionale, dass sich über Jahrzehnte in das Landschaftsbild eingebettet hat, wird re-inszeniert und in den Kontext der Kunst gestellt.

 

Dieses Zussammenspiel von Natur und Kultur, analog zu dem Verhältis von Verwucherung und Glanz, schafft eine Irritation in der Betrachtung. Diese wirft dabei die Frage auf, nach welchen Kriterien Dinge, die ihrer Funktion entledigt wurden, Eingang in die Landschaftsstruktur und das Bewusstsein von Landschaft finden.